Camper Komplett – One Way von Ontario nach Nova Scotia
Wohnmobilreise ab Toronto bis Halifax mit Four Seasons
von Luca Bahra
Im Vordergrund meines einwöchigen Aufenthalts in Nova Scotia stand Halifax und die Region Cape Breton Island. Wanderungen, Ausflüge und erstklassiges Seafood bereichern von nun an meine Reiseexpertise in der Atlantikprovinz Kanadas. Rundreise von/bis Halifax über die Cape Breton Highlands, Sydney und Louisbourg. Alle Highlights sowie persönliche Empfehlungen finden Sie in meinem Reisebericht.
Skyline Trail – Whale Watching & Kayaktour – Cabot Trail


Eine Kayaktour gehört für mich bei einer Kanadareise definitiv dazu. Und die Fahrt auf dem North River ist definitiv zu empfehlen. Der lokale Anbieter North River Kayak Tours wird seit Jahrzenten von Angelo betrieben und besticht durch seine familiäre Atmosphäre und kleine Gruppen. Ortskundige Guides führen halb- oder ganztags entlang des Flusses und auch ein Picknick ist inbegriffen. Hier kann auch direkt in einer der von Angelos selbst gebauten Cabins übernachtet werden. Ein gemeinsamer Lagerfeuerabend mit Gitarrenmusik ist hierbei keine Ausnahme.

Direkt am Cabot Trail gelegen bietet das familiär geführte Knotty Pine Cottages verschiedene Unterkunftsarten, vom einfachen Motelzimmer bis hin zu den Sunset Cottages. Besonders letztere sind sehr zu empfehlen, da sie einen hervorragenden Panoramablick auf die Bucht von Ingonish Harbour ermöglichen. Durch den eigenen Balkon mit Sitzgelegenheiten & Grill, habe Sie eine private Sicht auf den schönen Sonnenuntergang. Morgens gibt es die Möglichkeit ein kanadisches Frühstück zu genießen.

Das ,,The Annex‘‘ ist ein charmantes Restaurant und Bar im Herzen von Inverness auf Cape Breton Island. Es serviert kreative, regional inspirierte Gerichte – „coastal comfort food with a little bit of extra“ – in einer warmen, einladenden Atmosphäre. Viele Zutaten stammen direkt von lokalen Fischern, Bauern und Produzenten, wodurch jedes Gericht die Aromen der Küste widerspiegelt. Das Restaurant bietet zudem einen herrlichen Blick auf den Atlantik und die berühmten Cabot Links-Golfplätze – besonders bei Sonnenuntergang ein echtes Highlight.
Vormittags ging mein Flieger von Bremen zum Drehkreuz nach Frankfurt, wo ich die Gruppe für die nächsten Tage traf. Der Nonstop Flug von Frankfurt nach Halifax wurde von der Discover Airlines, einer Tochtergesellschaft der Lufthansa, durchgeführt. Angekommen in Halifax ging es zur Mietwagenübernahme und in Richtung unseres ersten Hotels, welches wir nach ca. 40-minütiger Fahrt erreichten. Das Cambridge Suites Hotel liegt zentral in Halifax und bietet entweder einen Blick aufs Wasser oder auf die angrenzende Zitadelle. Ein hervorragender Ausgangspunkt um die Stadt zu Fuß zu erkunden.
„Ein besonderes Highlight ist hier die Dachterrasse mit schönem Panoramablick und ein Fitnessraum mit Whirlpool & Sauna.“
Die geräumigen Zimmer sorgen für einen angenehmen Aufenthalt. Abendessen gab es im Gahan House Nova Centre, einem Lokal mit Pub Food.
Nach einem reichhaltigen Frühstück, welches im Zimmerpreis inkludiert ist, starteten wir zu einem Stadtspaziergang. Im Vordergrund stand die über 4km lange Hafenpromenade mit unzähligen Shops, Bars, Cafés und Restaurants. Der Blick auf die anderer Uferseite oder die zwei riesigen Brücken, die Halifax mit Dartmouth verbinden ist immer gegeben und sorgt für ein maritimes Flair. Eine Bootstour entlang des Hafens rundete den Vormittag perfekt ab. Nach einem kleinen Snack im Tim Horton’s stand die Halifax Citadelle auf dem Programm.
„Die Befestigungsanlage mitten in Halifax besticht durch einen weitläufigen Blick über die Stadt und die umliegenden Orte.“
. Die Wehranlage wurde sehr gut in Stand gehalten und der tägliche Kanonenschuss um 12 Uhr mittags ist ein echtes Highlight. Unser Guide war in traditionsreicher Uniform gekleidet und gab uns viel Wissenswertes über die Historie mit. Am Nachmittag fuhren wir nach Peggy’s Cove, wo es zunächst ein verspätetes Mittagessen gab, für mich waren das Muscheln mit Süßkartoffelpommes. Bekannt vor allem durch seinen Leuchtturm, wahrscheinlich einem der gängigsten Postkartenmotive Nova Scotias, ist das Dorf verziert durch viele bunte Fischerhütten und lockt mit der schönen Küste. Zurück in Halifax kehrten wir am Abend ins ,,The five Fishermen‘‘ ein. Ein sehr schickes Restaurant der gehobeneren Küche. Auf dem Menü stand hier für mich gebratener Lachs und zum Nachtisch Eis mit einer süßen Creme, köstlich!
Am dritten Tag fuhren wir dann nach Cape Breton Island. Auf dem Weg dorthin gab es noch einige Zwischenstopps, zunächst bei der Station des Wohnmobilvermieters CanaDream. Hier bekamen wir einen Einblick in die verschiedenen Fahrzeugkategorien und konnten uns selbst einige Blicke in die Fahrzeuge verschaffen. Der zweite Stopp auf dem Weg nach Cape Breton Island war unsere Mittagspause im Celtic Music Interpretive Center. Bei keltischer Livemusik wurde verschiedenes Pub Food serviert.
„Nun führte uns die Strecke auf den Cabot Trail, eine Panoramastraße die einmal um Cape Breton herumführt und von der die Küste einen wunderbaren Ausblick bietet.“
Nächster Stopp war Inverness Beach, ein langer Strand mit feinen Sanddünen. Hier flanierten wir eine Stunde und genossen den Sand an unseren Füßen. Das Abendessen wurde im ,,The Annex‘‘ serviert. Von hier aus hatten wir ein herrliches Panorama über den Strand und die Küste und konnten die sehr angenehme Atmosphäre bei leckeren Speisen genießen. Geschmacklich und vom Ambiente das kulinarische Highlight meiner Reise.
Danach fuhren wir zu unserer Unterkunft in Margaree Harbour, dem Island Sunset Resort, wo der Name Programm ist. Ein wunderschöner Sonnenuntergang konnte direkt aus der Unterkunft bestaunt werden. Die kleinen Ferienapartments bieten eine Küchenzeile, ein großes Bad, ein Wohnzimmer und ein separates Schlafzimmer.
„Der Cabot Trail zählt zu den schönsten Küstenstraßen Kanadas und begeistert mit dramatischen Landschaften, charmanten Orten und beeindruckenden Ausblicken.“
Nach dem täglichen Frühstück ging es weiter entlang des Cabot Trail in Richtung des Ortes Cheticamp, wo unsere erste Wanderung auf uns wartete. Der Skyline Trail befindet sich innerhalb des Cape Breton Highlands Nationalparks und kann in zwei verschiedenen Varianten absolviert werden. Der Rundweg hat eine Strecke von 8,2 km und der einfache Weg ist 6,5 km lang.
„Wir wanderten den kompletten Rundweg und hatten hier eine einfache Wanderung mit dem absoluten Highlight der Strecke, dem Skyline Viewpoint.“
Der ganze Walk dauerte etwa 2,5 Stunden. Nach einem ausgiebigen Mittagessen im Rusty Anchor, wo es für mich eine leckere Lobster Poutine gab, fuhren wir weiter nach Ingonish. Auf dem Weg machten wir noch einen weiteren Stopp am Dingwall Beach, ein Strand in einer der vielen Buchten Nova Scotias, sehr ruhig und abgeschieden gelegen, weshalb hier kaum andere Menschen waren. Angekommen an der nächsten Unterkunft, der Knotty Pine Cottages, hatten wir etwas Zeit um die Aussicht aus unseren Sunset Cottages zu genießen. Ein fantastischer Ausblick auf die Bucht und die Berge. Nun fuhren wir zum Cape Smokey Mountain, ein Skigebiet im Winter und ein Wandergebiet im Sommer. Per Gondel ging es auf den Berg und es bot sich ein weiter Ausblick. Abendessen gab es im angrenzenden Restaurant.
„Der Skyline Trail bietet spektakuläre Ausblicke auf die Küste Nova Scotias und ist ideal für alle, die Natur und Panorama miteinander verbinden möchten.“
Der Tag begann direkt mit einem Highlight, nämlich dem Frühstücksbuffet im Knotty Pine Cottages. Frische Speisen und besonders der lokale Räucherlachs waren sehr lecker. Der nächste Programmpunkt war mein Highlight, es ging zum Whalewatching. Mit einem Zodiac Boot fuhren wir ca. 30 min an der Küste entlang bis bereits die ersten Schweinswale zu sehen waren.
„Einige Wale tauchten auch unter unserem Boot entlang und wir bekamen einen wunderbaren Blick aus nächster Nähe. Wirklich faszinierend!“
Danach fuhren wir zur nächsten Wanderung, dem Broad Cove Mountain Trail. Der Weg führte uns zu einem Aussichtspunkt, ein paar hundert Höhenmeter über der Küstenlinie und bot ein weiteres Panorama. Die Strecke war mit knapp 2 km relativ kurz, allerdings gab es viele Anstiege und unbefestigte Wege, weshalb es eine mittelschwere Wanderung war. Im Gegensatz dazu die längere, aber einfachere Wanderung entlang des Middle Head Trails. Dieser Wanderweg führ an der Keltic Lodge vorbei bis an die Steilküste. Die Unterkunft für heute war das Cabot Trail Motel, schlicht und für eine Übernachtung durchaus empfehlenswert, da es direkt am Cabot Trail liegt. Zum Dinner ließ ich mir ein saftiges Hüftsteak im Baddeck Lobster Suppers Restaurant schmecken.
„Whale Watching & Kayaktouren ermöglichen unvergessliche Begegnungen mit Walen und die Küstenlandschaft aus einer einzigartigen Perspektive vom Wasser aus.“
Der Vormittag begann wieder mit einer spannenden Aktivität, es ging zum Kayaking. Nach kurzer Fahrt wurden wir bereits von Angelo und seinem Team zur Einweisung erwartet. Nachdem wir das fahren und die Sicherheitshinweise erklärt bekommen haben, ging es mit zwei Guides hinaus auf den North River. Die knapp 2-stündige Tour führte uns entlang der Küste zurück.
„Eine schöne Tour bei der wir einige Adler und deren Neste entdeckten.“
Nachdem wir uns in einer Bäckerei stärken konnten, fuhren wir weiter bis nach Louisbourg, genauer zum Fortress of Louisbourg, einer Befestigungsanlage die mit vielen historisch getreuen Nachbauten an den Stellen der ursprünglichen Anlage errichtet wurde. Wir erhielten eine Führung durch das Fort und die Gebäude. Besonders interessant sind die vielen Mitarbeiter in den Häusern, die das echte Leben zu der Zeit nachstellen. Nach dem Stopp in Louisbourg fuhren wir nach Sydney zu unserer Unterkunft, dem The Simon Hotel, welches sich im Stadtzentrum befindet. Moderne und geräumige Zimmer, sowie die Dachterasse mit Panoramablick und Fitnesstudio hinterließen einen sehr guten Eindruck. Eine Tour entlang des Hafens zur größten Geige der Welt und das Abendessen im ,,Seven by Seven‘‘ Restaurant ließen den Tag ausklingen.
Am Morgen des Abreisetages frühstückten wir zunächst im Hotel und fuhren danach zu unserem letzten Programmpunkt. Die Tour führte uns nach Goat Island zur ,,Eskasoni Cultural Journey‘‘. Hier wurde uns das Leben der indigenen Kultur in der Historie und auch zur heutigen Zeit anhand einiger Beispiele wie dem Jagen, der kulturellen Bräuche und der Stammesmusik nähergebracht. Eine schöne und tiefgründige Tour. Und so traten wir nach dieser kulturellen Erfahrung unseren Weg in Richtung Halifax und zurück nach Deutschland an. Der Rückflug verlief problemlos und ich bin um einige Erfahrungen und Erlebnisse in diesem faszinierenden Land reicher.
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