Ostkanada Rundreise – Eastern Spirit
Mietwagenrundreise mit allen Highlights des kanadischen Ostens ab/bis Toronto
von Fabian Meyer
Meine Reise begann in Toronto, einer vielfältigen Metropole mit moderner Skyline, historischen Vierteln und den ruhigen Toronto Islands. Besonders beeindruckend waren der St. Lawrence Market und die internationale Atmosphäre der Stadt. In Ontario zeigte sich anschließend die Naturseite Kanadas: Die Niagarafälle begeisterten mit ihrer gewaltigen Kraft, während Muskoka und der Algonquin Provincial Park mit Seen, Herbstfarben und Ruhe überzeugten. Den Abschluss bildeten Ottawa, Kingston und die Thousand Islands, die Geschichte, Kultur und Natur auf besondere Weise verbanden. Der Mischung aus Stadt und Natur machte die Reise besonders abwechslungsreich.
Bootstour zu den Niagarafällen – Übernachtung in der Port Cunnington Lodge – Kajakfahrt im Algonquin Nationalpark – Helikopterflug über die 1000 Islands


Das war für mich eines der schönsten Erlebnisse der Reise. Im Kajak durch diese ruhige, fast unberührte Natur zu paddeln, hat einfach etwas Besonderes. Überall nur Wasser, Wald und absolute Stille. Mit etwas Glück sieht man sogar Tiere – bei mir war es zwar kein Elch, aber allein die Atmosphäre macht es schon komplett lohnenswert.

Hier lohnt sich auf jeden Fall ein Zimmer mit Blick auf die Niagarafälle. Morgens aufzuwachen und direkt auf die Fälle zu schauen, ist schon ziemlich beeindruckend. Die Lage ist super zentral und man ist sofort mitten im Geschehen. Für mich definitiv die beste Wahl, wenn man die Wasserfälle wirklich erleben möchte.

Ein richtig gemütlicher Spot mit entspannter Atmosphäre, wo man sich direkt wohlfühlt. Besonders überrascht haben mich die hausgemachten Salate – frisch, kreativ und wirklich extrem lecker. Genau der richtige Ort für eine entspannte Pause, wenn man in Muskoka unterwegs ist.
Schon am Gate in Frankfurt treffe ich meine Mitreisenden – neun Kolleginnen und Kollegen aus der Reisebranche, alle voller Vorfreude auf Kanada. Wir kommen schnell ins Gespräch, tauschen Erwartungen aus und lachen viel. Es ist dieses vertraute Gefühl, wenn man weiß, dass man gemeinsam etwas Besonderes erlebt.
„Der Flug vergeht schnell, und als ich am Abend in Toronto lande, liegt ein warmes, goldenes Licht über der Stadt.“
Die Luft ist klar, die Menschen freundlich, und schon am Flughafen merke ich, wie entspannt alles wirkt. Vom Terminal nehme ich den UP Express Train, der direkt vom Flughafen ins Stadtzentrum fährt. In nur 25 Minuten bin ich mitten in Downtown Toronto, vorbei an funkelnden Lichtern und ersten Eindrücken dieser riesigen Stadt. Vom Bahnhof Union Station geht es mit einem kurzen Taxi zum Hotel. Das Chelsea Hotel Toronto liegt zentral, umgeben von Restaurants, Bars und kleinen Geschäften. Ich checke ein, esse einen kleinen Snack im Market Garden des Hotels und falle müde, aber glücklich ins Bett. Morgen beginnt das Abenteuer.
Der Tag beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück und einer Begrüßung durch unsere Gastgeber. Die Sonne scheint und Toronto zeigt sich von seiner schönen Seite. Bei einer Stadtrundfahrt sehe ich, wie vielfältig die Stadt ist – mit modernen Hochhäusern, älteren Gebäuden und Straßen voller Streetart. Am Vormittag besuchen wir den St. Lawrence Market. Dort gibt es viele lokale Spezialitäten und eine lebhafte Atmosphäre. Ich probiere ein Peameal Bacon Sandwich, eine typische Spezialität aus Toronto. Danach machen wir eine Bootsfahrt durch den Hafen und rund um die Toronto Islands.
„Die Skyline spiegelt sich im Wasser, Segelboote gleiten vorbei, Möwen kreisen über mir, und ich genieße jeden Moment.“
Von hier oben wirkt die Stadt größer, aber gleichzeitig ruhig. Am Nachmittag besuche ich Little Canada, eine detailreiche Miniaturwelt, die ganz Kanada im Kleinformat zeigt. Besonders „Little Niagara“ ist beeindruckend – die kleinen Wasserfälle und winzigen Figuren wirken erstaunlich realistisch. Am Abend geht es zum CN Tower ins 360-Restaurant. Während sich das Restaurant langsam dreht, liegt Toronto unter mir. Die Sonne geht hinter den Hochhäusern unter und der Himmel färbt sich rosa und gold. Bei einem Glas Wein denke ich, dass der Tag ein perfekter Start für meine Kanada-Reise war.
„Ein Spaziergang durch die elegante Hazelton Avenue im Viertel Yorkville – das „Beverly Hills von Toronto“
Am nächsten Morgen verlasse ich Toronto und fahre Richtung Süden. Schon von weitem höre ich die Niagarafälle. Vor Ort schaue ich mir die Wasserfälle in Ruhe an. Mit dem Boot fahre ich nah an die Fälle heran. Dabei werde ich ziemlich nass, aber es macht Spaß. Danach besichtige ich die historische Niagara Power Station, ein interessantes Stück Technikgeschichte. Zum Abschluss mache ich noch „Niagara Takes Flight“, ein 4D-Erlebnis, bei dem man Kanadas Natur aus der Vogelperspektive sehen kann.
„Dann kommt mein persönlicher Höhepunkt: ein Helikopterflug über die Niagarafälle.“
Beim Start des Helikopters wird es still, und unter mir erstrecken sich der Fluss, die Wasserfälle und ein Regenbogen in der Gischt. Am Abend checke ich im Sheraton Fallsview Hotel ein. Mein Zimmer hat einen Balkon mit Blick auf die beleuchteten Fälle. Ich sitze dort, höre ich das Rauschen des Wassers und schaue auf die beleuchteten Wasserfälle.
„Zwischen Mitte Mai und Mitte Oktober gibt es an den Niagarafällen in der Regel jeden Abend gegen 22 Uhr ein spektakuläres Feuerwerk.“
Am nächsten Tag geht es weiter nach Muskoka. Die Landschaft verändert sich, die Straßen werden schmaler, die Wälder dichter. Der Indian Summer zeigt sich in allen Farben – Gold, Orange, Rot und Gelb. Ich halte in Port Carling und erkunde bei einem kleinen Spaziergang den charmanten Ort.
„Boote liegen an den Holzstegen, Ferienhäuser spiegeln sich im Wasser, und es wird deutlich, warum Kanadiern diesen Ort so mögen!“
In Huntsville besuche ich eine kleine Brauerei und probiere lokales Craft Beer. Alles wirkt entspannt und persönlich. Am Nachmittag komme ich in der Port Cunnington Lodge am Lake of Bays an, einer Anlage aus historischen Holzhäusern inmitten der Natur. Es gibt keinen Fernseher und keine lauten Geräusche, nur das leise Plätschern des Wassers. Beim Abendessen mit regionalen Produkten und einem Glas Wein lässt sich der Tag ruhig ausklingen.
„Eine Schiffsfahrt von Sunset Cruises in Port Carling“
Der nächste Morgen führt mich mitten hinein in Kanadas berühmtester Wildnis, den Algonquin Provincial Park. Bei Algonquin Outfitters leihen wir Kanus und Kajaks, und ich steige mit einer Kollegin ins Boot.
„Der See liegt still vor uns, ein leichter Nebelzug zieht am morgen über das Wasser, und die Farben der Bäume leuchten im goldenen Morgenlicht.“
Wir paddeln entspannt über das Wasser. Nach einer Pause im Restaurant am Ufer wandern wir den Lookout Trail hinauf. Oben angekommen liegt unter uns ein großes Meer aus Herbstfarben. Die Aussicht ist beeindruckend und zeigt, wie klein man in der weiten Natur ist und gleichzeitig gut aufgehoben
„Leihen Sie sich ein Kajak im Algonquin Provincial Park aus und paddeln Sie durch die fantastische Natur.““
Ottawa begrüßt mich mit Sonne und einer leichten Brise. Beim Spaziergang durch den ByWard Market riecht es nach frischem Gebäck, Kaffee und Ahornsirup. Auf einer geführten Foodtour probiere ich verschiedene Gerichte, vom indischen Brot über mexikanische Tacos bis zum typischen Beaver Tail. Am Nachmittag besuche ich die National Gallery of Canada und gehe anschließend am Rideau Canal entlang. Am Abend endet der Tag in einer Bar im ByWard Market. Die Stadt wirkt bei den beleuchteten Terrassen und offenen Lokalen besonders lebendig.
Am letzten Reisetag fahren wir weiter nach Osten in die Region der 1000 Islands. Bei einer Bootsfahrt ab Rockport fahre ich vorbei an kleinen Inseln mit malerischen Häusern, Leuchttürmen und leuchtenden Herbstfarben. Besonders beeindruckend ist die mächtige Boldt Castle auf Heart Island.
„Zum Abschluss steige ich noch einmal in einen Helikopter, um das Ganze aus der Vogelperspektive zu erleben.“
Unter mir erstreckt sich eine weite Landschaft aus Inseln, Wasser und Wald. In Kingston besuche ich Fort Henry, das Great Lakes Museum und die historische S.S. Keewatin, ein über hundert Jahre altes Dampfschiff. Am Abend esse ich im Wharf & Feather Fish & Chips, stoße auf die Woche an und sehe den Sonnenuntergang über dem Ontariosee.
„Eine Radtour entlang der Wharf unternehmen und die wunderschöne Aussicht auf den St. Lorenz-Strom genießen.“
Am letzten Tag sitze ich im Bus Richtung Flughafen und denke an die Eindrücke der vergangenen Woche: Toronto mit seiner Energie, die Niagarafälle, das ruhige Muskoka, die Natur im Algonquin Park, das kulturelle Ottawa und das historische Kingston. Ontario zeigt sich modern und ursprünglich, lebendig und gleichzeitig ruhig. Eine Woche reicht, um die Vielfalt der Region zu erleben. Gegen 16:40 Uhr startet mein Flug zurück nach Frankfurt, der durch den Jetstream etwa eine Stunde früher landet und damit die Reise beendet.
Mietwagenrundreise mit allen Highlights des kanadischen Ostens ab/bis Toronto
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