Luxury & Legendary Québec
von Anna Metzner
Ich habe zum ersten Mal die Provinz Québec bereist und bin tief beeindruckt von ihrer einzigartigen Mischung aus kanadischer Wildnis, dem französischen Lebensgefühl und den satten Farben des Indian Summer. Von den charmanten Gassen in Montréal und Québec City bis zu den endlosen Wäldern, Seen und Fjorden – überall spürt man Kultur, Geschichte und Natur in perfekter Balance.
Wer Ursprünglichkeit, Genuss und Abenteuer sucht, wird hier sein Herz verlieren – mehr erfahren Sie in meinem ausführlichen Reisebericht.
Meine Highlights:
E-Bike Tour durch die Laurentians – Fairmont Chateau Frontenac – Flug über den Mauricie Nationalpark – Onhwa Lumina

Meine Tipps in Québec

Mein Ausflugstipp:
Onhwa‘ Lumina
Sie sollten unbedingt den nächtlichen Spaziergang der Wendat Nation erleben. Auf einem etwa 1,2 Kilometer langen Waldweg werden Sie von Licht, Klang und Videoprojektionen in eine magische Welt entführt. Es ist nicht nur ein Spaziergang, sondern ein Abenteuer voller Emotionen, das die Geschichten und Traditionen der Wendat lebendig werden lässt – von ihren Ursprüngen bis zu einer hoffnungsvollen Vision für die Zukunft. Für mich eines der unvergesslichsten Erlebnisse in Québec !

Mein Hoteltipp:
Auberge du Lac Taureau
Umgeben von dichten Wäldern und dem glitzernden Lac Taureau ist diese charmante Unterkunft im Lodge Stil ein Paradies für Outdoor-Liebhaber. Ob Kajakfahren, Wandern, Reiten, Schneemobilfahren oder einfach am See entspannen – hier erlebt man Québecs Natur von ihrer aktivsten Seite. Nach einem Tag voller Erlebnisse lädt das Spa zum Wohlfühlen ein, bevor man den Abend bei regionaler Küche am Kamin ausklingen lässt. Ein idealer Rückzugsort für alle, die Abenteuer und Erholung verbinden möchten.

Mein Restauranttipp:
La Traite
Das Restaurant befindet sich im Hôtel-Musée Premières Nations in der Nähe von Québec City und bietet eine einzigartige Gelegenheit, eine von der indigenen Küche inspirierte Gastronomie zu entdecken. Das moderne Design ehrt das traditionelle Wissen der First Nations und schafft zugleich eine natürliche, harmonische Atmosphäre.
Reiseverlauf
Montréal
Mein Abenteuer startet diesmal mit einem Flug ab Hamburg über Frankfurt mit Air Canada nach Montréal. Ich durfte die Premium Economy Class testen und finde, dass sich der Aufpreis im Vergleich zur Economy Class vor allem beim Komfort auf Flügen über 5 Stunden auf jeden Fall lohnt. Die Einreise nach Kanada klappt dank der Automaten, die auch auf Deutsch eingestellt werden können, problemlos und schnell.
Nachdem ich meinen Fahrer kennengelernt habe, checke ich im Fairmont The Queen Elizabeth Hotel ein – mein zu Hause für die nächsten 2 Nächte.
Dank der zentralen Lage des Hotels habe ich die Möglichkeit alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß zu erreichen und mache mich auf den Weg zur Notre Dame Basilica. Montréal zeigt sich von seiner schönsten Seite und auf dem Weg bestaune ich den Mix aus neuer und alter Architektur. Am Abend besuche ich die AURA Show in der Basilica
„Ein faszinierendes visuelles und akustisches Erlebnis mit Musik und Lichtshow, das die historische Pracht der Basilika auf moderne Weise inszeniert.“
Am nächsten Morgen treffe ich nach einem reichhaltigen Frühstücksbuffet im Roselys Restaurant meinen Guide für eine geführte Tour durch Old Montréal. Mein Highlight auf jeden Fall die Bank of Montréal die einen glauben lässt man befände sich in der Gringotts Bank von Harry Potter.
Den Nachmittag verbringe ich im Museum of Fine Arts und lasse mich von den 47.000 Kunstwerken begeistern.
Abends genieße ich ein sehr leckeres Abendessen im Restaurant Maggie Oaks des Boutique Hotels William Gray. Das Hotel in der Altstadt von Montréal verbindet historischen Charme mit modernem Design. Hell, elegant und mit lokaler Kunst gestaltet, strahlt es eine warme, einladende Atmosphäre aus.
Laurentiden
Jetzt heißt es – auf in die Natur – auf der Fahrt aus der Stadt Richtung Norden kann man bereits die ersten Wälder mit wunderschöner Laubfärbung bewundern. Mein erstes Ziel ist für heute der Sentier des cimes Laurentides Baumwipfelpfad. Eine neue Destination, die ein einzigartiges Naturerlebnis auf einem erhöhten Holzsteg bietet, der sich harmonisch in die Umgebung einfügt. Der fast einen Kilometer lange Weg führt zu einem 40 Meter hohen Aussichtsturm mit spektakulärem 360‑Grad-Blick auf die Landschaft. Ich habe Glück und kann Ende September bereits den atemberaubenden Indian Summer von hier oben erleben.
Nach dem aktiven Morgen fahre ich weiter bis zum Scandinave Spa in Mont Tremblant und entspanne in den nordischen Bädern, den Saunen und schwimme im Devil River – ein wirklich wunderschöner, entschleunigender Ort.
Erfrischt beziehe ich meine Unterkunft für die Nacht: das Fairmont Tremblant. Wer hier übernachtet, sollte den Gold Floor buchen. Hier ist die exklusive Lounge inklusive, in der man morgens ein reichhaltiges Frühstück, tagsüber Snacks und abends Getränke genießen kann. Außerdem profitieren Gäste von schnellerem Check-in und einem separaten Concierge-Service.
„Am nächsten Morgen ist Aktion angesagt:“
Um die Farben der Natur noch besser erleben zu können zeigt mir Audrey, mein E-Bike Tourguide die besten Plätze auf einer 1-stündigen Tour. Es gibt interessante Strecken für jedes Fitnesslevel.
Da das Wetter mitspielt entscheide ich mich am Nachmittag für eine Wanderung zum La Chute-du-Diable , einem Wasserfall mitten im Mont Tremblant Nationalpark. Der Park ist auch als internationale Lichtschutzgebiet ausgewiesen und eignet sich bei Nacht sehr gut zum Sterne bewundern und zwischen November und März sogar für Nordlichter.
Nach dem aufregenden Tag in der Natur checke ich ein in das StoneHaven Le Manoir Relais & Chateau in Sainte-Agathe-des-Monts. Das Anwesen ist ein Luxushotel mit atemberaubendem Blick auf den See und die italienischen Gärten. Wer Interesse hat kann sich mit der faszinierenden Geschichte des damaligen Gesundheitszentrums für Priester von 1908 befassen.
Mein Tipp!
„Im Sentier des cimes Laurentides Baumwipfelpfad auf jeden Fall die Rutsche nehmen, um wieder nach unten zu gelangen.“
Lanaudière – Mauricie
Nach ca. 2 Stunden Fahrt erreiche ich die Region Lanaudière-Mauricie. Sie ist bekannt für ihre unberührte Natur mit Seen, Flüssen und Wäldern, Nationalparks und unbegrenzten Outdoor-Aktivitäten.
Ich darf 2 Nächte im Auberge du Lac Taureau verbringen und werde mit einer wunderschönen Bootsfahrt und einem Welcome Cocktail begrüßt. Vom See aus hat man einen wunderschönen Blick auf die Natur – selbst nach ein paar Tagen begeistert mich das leuchtende Farbenspiel des Indian Summer immer noch aufs Neue.
Sobald die Sonne untergegangen ist, begebe ich mich mit einem der eigenen Guides auf einen Laternenspaziergang durch den Wald.
„Ich bin begeistert von dem Wissen der Mitarbeiter zu Natur und Tieren und lasse mich bei einem Lagerfeuer unter dem endlosen Sternenhimmel von der unberührten Wildnis Québecs verzaubern.“
Die Nacht war kurz, denn noch bevor die Sonne richtig aufgegangen ist, starte ich zu einer spannenden Quad-Tour durch Wälder und über Schotterwege – ein unvergessliches Abenteuer! Als Kontrastprogramm gönne ich mir danach eine Massage im erstklassigen Spa und genieße dann die Sonne am hoteleigenen Strand.
Der nächste Tag beginnt mit einem echten Highlight: einem Rundflug per Wasserflugzeug über die Wälder und Seen der Gegend Lanaudière und Mauricie – einfach beeindruckend diese Provinz mit Ihren über 500.000 Gewässern von oben sehen zu dürfen! Die tollen Eindrücke verarbeite ich auf der ca. 2-stündigen Fahrt nach Québec City und sichte schonmal die 1000 Fotos, die ich während des Fluges gemacht habe.
Québec City
Der erste Stop ist auf der Québec City vorgelagerten Insel Île d’Orléans wo ich ein sehr liebevoll zubereitetes Mittagessen im Apfelhain der Domaine Sainte Familie genießen darf. Die Insel ist bekannt für Ihren Obst- und Gemüseanbau und seit Jahrhunderten von den gleichen Familien besiedelt.
Von hier aus ist es nur eine kurze Fahrt bis zu den Montmorency Wasserfällen, die ich natürlich nicht auslassen kann! Ob zu Fuß oder per Gondel, der Blick von oben auf die Fälle lohnt sich. Die letzten beiden Nächte meiner Reise verbringe ich im meistfotografierten Hotel der Welt: dem Fairmont Chateau Frontenac in Québec City. Das Abendessen ist ein 6-Gänge Menü im Restaurant Le Clan, welches sogar einen Michelin Stern ergattern konnte.
„Der Chefkoch legt besonderen Wert auf regionale Produkte und ist inspiriert von der nachhaltigen und verantwortungsbewussten Fischerei.“
Wie eine Königin in einem Schloss wache ich frisch und munter auf und bin bereit mehr über Québec City auf einem geführten Spaziergang zu erfahren. Mein Guide zeigt mir alle Sehenswürdigkeiten mit Charme und beeindruckendem Wissen zur Geschichte der Stadt. Die Altstadt ist UNESCO Weltkulturerbe mit Ihren Kopfsteinpflastergassen, historischen Gebäuden und europäischem Flair. Bei einem Spaziergang auf der Dufferin Terasse spürt man die Atmosphäre dieser besonderen Stadt nochmal – ein Muss!
Nach einem umfangreichen Mittagessen mache ich mich frisch gestärkt auf den Weg ins Wendake Reservat. Wendake bietet zahlreiche kulturelle und historische Attraktionen, die zur lebendigen lokalen Wirtschaft beitragen. Mit vielfältigen Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen und Erlebnissen präsentiert Wendake stolz die Farben der Wendat-Nation – und im weiteren Sinne die reiche Kultur aller indigenen Völker.
Ich besichtige das neu gestaltete Hôtel-Musée Premières Nations und bin begeistert von dem Konzept, welches modernes Design, sowie die Kultur der Wendat in perfektem Mix darstellt. Mein Guide Dominic führt mich durch Wendake und erzählt mir faszinierende Geschichten über ihre Kultur und Lebensweise. Besonders eindrucksvoll ist der Besuch des Longhouse, eines traditionellen Langhauses, in dem ich einen authentischen Einblick in das frühere Gemeinschaftsleben der Wendat bekomme – vom zentralen Feuerplatz bis zu den kunstvoll gearbeiteten Holzstrukturen.
„Anschließend erlebe ich Onhwa’ Lumina, einen magischen Licht- und Klangpfad im Wald.“
Während ich dem rund einstündigen Weg folge, werde ich von Musik, Projektionen und Legenden begleitet, die die enge Verbindung der Wendat zur Natur und zu ihren Ahnen lebendig werden lassen – ein einzigartiges, stimmungsvolles Erlebnis, das mich tief berührt.
Nun heißt es Abschied nehmen, ich mache mich auf den Weg zurück nach Montréal, besorge noch ein paar Souvenirs (natürlich Maple Sirup) im neuen Royalmount Einkaufszentrum und fliege zurück nach Hause. Es war eine unvergessliche Reise durch eine faszinierende, meiner Meinung nach unterschätzen Provinz – geprägt vom leuchtenden Indian Summer, herzlichen Menschen, wunderbaren Unterkünften und einer Fülle an Eindrücken, die noch lange in Erinnerung bleiben werden.
Mein Tipp!
„Den Riverwalk in Quebec City würde ich definitiv empfehlen – wirklich wunderschön und perfekt für einen entspannten Spaziergang am Sankt-Lorenz-Strom mit atemberaubender Atmosphäre.“